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Wie man einen Befehl an einen Thermodrucker sendet

Thermodrucker kommunizieren ständig mit angeschlossenen Geräten, um Aktionen auszuführen. Sie verstehen bestimmte Befehlssätze, um die gewünschte Aufgabe zu erledigen. Einfache Aufgaben wie Etikettenerstellung, Barcode-Generierung und das Schneiden des Papiers an der richtigen Stelle werden durch entsprechende Befehle realisiert. Dieser Artikel vermittelt die notwendigen Informationen, um die wichtigsten Protokolle und Methoden zu verstehen. Dazu gehören auch Verfahren zum Senden von Anweisungen an Drucker. Die Befolgung dieser einfachen Schritte gewährleistet eine reibungslose Einrichtung, nahtlose Integration und hohe Betriebssicherheit.

Druckeranschlüsse verstehen

Bevor der Drucker etwas druckt, ist eine stabile Hardwareverbindung zwischen Host/Computer und Thermodrucker unerlässlich. Gängige Anschlussmöglichkeiten sind die älteren seriellen RS-232-Schnittstellen, schnelle USB-Anschlüsse (Plug & Play), Netzwerkkabel (LAN) oder die drahtlose Verbindung über WLAN-Module.

Wenn Sie Echtzeit-Feedback und direkte Kontrolle über die Hardware benötigen, ist es deutlich besser, Rohbefehle direkt an den Drucker zu senden. Dies ist der Verwendung von Standard-Hintergrundsoftware mit Treiberunterstützung vorzuziehen. Um eine reibungslose direkte Verbindung auf verschiedenen Betriebssystemen wie Windows, iOS und Android zu gewährleisten, verwenden moderne Systeme APIs oder Software Development Kits (SDKs).

Hardware-Kommunikationsschnittstellen

Serielle RS-232-Schnittstelle

Es handelt sich um die traditionelle kabelgebundene Verbindung, die in stark automatisierten Umgebungen eingesetzt wird. RS-232 ist bekannt für seine Einfachheit und Robustheit. Die Verbindung verwendet einen Standard-DB9-Stecker. Der zweite Draht, Pin 2 (RXD), empfängt Informationen, und der dritte Draht, Pin 3 (TXD), sendet Informationen.

 RS-232-Seriell-Schnittstelle

 

Damit Computer und Drucker kommunizieren können, benötigen sie die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit, die sogenannte Baudrate. Diese liegt typischerweise zwischen 9600 und 115200 Bit. Die Datenstruktur muss an beiden Enden übereinstimmen. Üblicherweise bedeutet dies das strikte Muster von 8 Datenbits, ohne Fehlerprüfungsbit und mit einem Abschlussbit. Die Struktur ist 8N1.

 

Diese Kabel ermöglichen die bidirektionale Kommunikation. Das bedeutet, dass Befehle vom Computer gesendet und Statusmeldungen vom Thermobondrucker empfangen werden können. Ältere Systeme und SPSen nutzen diese Verbindung aufgrund ihrer Robustheit und Zuverlässigkeit weiterhin.

USB-Anschluss

USB nutzt das gängige Human Interface Protocol (HID), das eine einfache Verbindung ermöglicht. Es ermöglicht Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 12 Mbit/s. Diese sind notwendig, um hochauflösende Grafiken oder komplexe Schriftarten zu übertragen.

 

Der Universal Serial Bus (USB) ermöglicht den Anschluss mehrerer Drucker an eine zentrale Workstation. Die gesamte Einrichtung bleibt übersichtlich und kompakt. USB ermöglicht sogar einen virtuellen COM-Port. Dadurch können Geräte herkömmliche Befehle an moderne Hardware senden. Die verschiedenen USB-Protokolle erlauben unterschiedliche Kabelformen, Stromversorgungskapazitäten, Datenübertragungsraten, nicht-native Protokolle und Pin-Anzahlen. Für Thermodrucker wird üblicherweise die einfachste Version, USB 2.0, verwendet.

 USB-Anschluss

Netzwerkverbindung über LAN und WLAN

Ein Ethernet-LAN ​​benötigt für Drucker eine eigene IP-Adresse, Subnetzmaske und ein Standardgateway. Die an den Drucker gesendeten Befehle werden über TCP/IP übertragen. Sie erreichen den Drucker über den entsprechenden digitalen Zugang, üblicherweise Port 9100 (RAW-Port). Die gängige Bezeichnung für diesen Port ist RJ45. Für Drucker sind keine teuren Hochleistungskabel erforderlich. Ein Cat-5-Netzwerkkabel genügt für die Datenübertragung. Kabelgebundene Verbindungen bieten eine hohe Datenübertragungsrate von 100 Mbit/s über eine Distanz von bis zu 100 Metern.

 

Falls Ihr Thermobondrucker über WLAN verfügt, können Sie Scanner oder Tablets ohne physische Verbindung anschließen. Die Datenübertragung erfolgt drahtlos über die WLAN-Module. Sie benötigen einen WLAN-Router, an den Ihr PC oder anderes Endgerät angeschlossen wird. Alle anderen Protokolle entsprechen denen einer LAN-Verbindung.

Übersicht der technischen Spezifikationen

Schnittstellentyp

Maximale Entfernung

Standardgeschwindigkeit

Typische Anwendung

RS-232C

15 Meter

115200 bps

SPS-/Legacy-Integration

USB 2.0

15 Meter

12 Mbit/s

Desktop-Beschriftung

Ethernet (LAN)

100 Meter

100 Mbit/s

Zentralisierte Logistik

W-lan

50 Meter

150 Mbit/s

Mobile ERP-Workflows

Druckerprogrammiersprachen verstehen

Kommen wir nun zum Hauptteil, in dem wir die grundlegenden Befehle zur Steuerung Ihres Thermodruckers kennenlernen. Diese Befehle werden über ein Computergerät mithilfe eines der im vorherigen Abschnitt genannten Protokolle gesendet. Es gibt zwei Hauptprogrammiersprachen für Drucker. Lernen wir die grundlegenden Befehle beider Sprachen.

TSPL (Label-Modus) Syntax

Zum Drucken von Etiketten mit einem Thermobondrucker müssen Sie spezielle Befehle verwenden. Diese Anweisungen enthalten Design- und Ausrichtungsdaten für Aufkleber oder Etiketten. Dies wird als TSPL-Syntax (Label Mode) bezeichnet.

  • Leinwand einrichten: Vor dem Drucken müssen Sie die genaue Breite und Länge Ihres Etiketts in Zoll, Millimetern oder einzelnen Druckpunkten mithilfe der [SIZE ] Befehl.
  • Abstand und Ausrichtung: Sie müssen dem Drucker den vertikalen Abstand zwischen den einzelnen Aufklebern mitteilen.GAP Damit der interne Scanner das Papier perfekt ausrichten kann, ist eine präzise Medienausrichtung unerlässlich.
  • Speicher löschen: Ganz am Anfang Ihrer Anweisungen müssen Sie einen bestimmten Code senden, um den Kurzzeitspeicher des Druckers zu löschen.CLS Der Befehl ] stellt sicher, dass sich alte Druckaufträge nicht mit dem neuen überschneiden. Er leert einfach den Bildpuffer.
  • Hinzufügen von Inhalten: Wörter werden mithilfe einer spezifischen Anweisung hinzugefügt [TEXT Der Befehl ] legt die genaue Position/Koordinaten, die Schriftart, die Drehung und den eigentlichen Inhalt fest. Scannbare Codes werden mit dem Befehl [ hinzugefügt.BARCODE ] Befehl. Es unterstützt verschiedene Symbologien wie Code 128, QR-Code und PDF417.
  • Starten des Druckauftrags: Sobald das Design fertig ist, löst eine letzte Anweisung den physischen Druckbefehl [ PRINT m,n ] aus, mit dem Sie genau festlegen können, wie viele Sätze und insgesamt Kopien Sie benötigen.
  • Präzisionsstart: Eine spezielle Anweisung ermöglicht es dem Drucker, das Papier zurückzuziehen [OFFSET ] nach dem Ausschneiden oder Abziehen eines Etiketts, um sicherzustellen, dass der nächste Druckvorgang genau am Ausgangspunkt beginnt.
  • Physikalische Ausrichtung: Senden eines Reset-Befehls [HOME Der Befehl ] weist den Drucker an, Papier so lange vorzuschieben, bis sein Sensor den Beginn des nächsten Etiketts erfasst. Dies dient als Kalibrierungsmethode auf Hardwareebene.

Grundlagen von ESC/POS (Belegmodus)

In diesem Abschnitt behandeln wir die Standardsprache, die auf Endlosbelegpapier verwendet wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Transaktionsdaten und nicht auf den Abmessungen von Etiketten fester Größe.

  • Die Kernsprache: Der Standardbefehlssatz, der von den meisten Belegdruckern verwendet wird, ist [ESC/POS]. Diese lesen den Text sequenziell im Zeilenmodus ein. Sie werden anstelle der Erstellung eines vorab gepufferten Bildes verwendet.
  • Sendeanweisungen: Um einen Befehl zu erteilen, beginnen Sie mit einem speziellen digitalen Signal, dem Escape-Zeichen (ASCII 27). Darauf folgen spezifische Steuercodes, die den Text formatieren oder physische Aktionen auslösen.
  • Umschaltmodi: Die interne Software oder Firmware-Emulation des Druckers ermöglicht es oft einem einzelnen Gerät, zwischen TSPL,ZPL und ESC/POS-Modi. Es hängt vom eingelegten Medium ab.
  • Öffnen der Kasse: Diese Sprache unterstützt blitzschnelle Befehle. Sie können Peripheriegeräte ansteuern, beispielsweise eine Kassenschublade über einen bestimmten RJ11-Anschluss öffnen.
  • Erzwingen eines Modus: Bestimmte Drucker lassen sich manuell in den Emulationsmodus versetzen. Beispielsweise kann von einer Druckersprache einer Marke in den Zeilenmodus umgeschaltet werden (z. B. von CPCL auf EZPL). Dies geschieht mithilfe spezifischer Y- und Z-Befehle.
  • Kontinuierliche Überwachung: Sie können jederzeit eine Anfrage senden, um den Zustand und die Funktion des Druckers zu überprüfen. Selbst wenn der Drucker gerade druckt oder einen Papierstau hat und sich in einem Fehlerzustand befindet.
 Befehl an Thermodrucker senden

Erweiterte Steuerung und Wartung

Statusabfrage und Fehlerbehandlung

Dieser Abschnitt erklärt die Kommunikation zwischen Computer und Drucker. Er hilft dabei, den Druckerstatus abzurufen, Probleme zu beheben und Wartungsarbeiten durchzuführen.

  • Schnelle Statusprüfung: Sie können eine schnelle, spezifische Anweisung [ !? ] senden, die den Drucker veranlasst, mit einer kurzen, einstelligen Antwort [1-Byte-Rückgabecode] zu antworten. Dadurch erfährt der Computer schnell, ob der Drucker betriebsbereit ist oder ob ein Fehler vorliegt.
  • Detaillierte Diagnose: Benötigen Sie weitere Informationen, können Sie einen längeren, 8 Byte großen Statusbericht anfordern, indem Sie den Befehl [ !S ] senden. Dies hilft, die genaue Ursache des Problems zu ermitteln, z. B. ein festsitzendes Schneidmesser [ „Cutter Jam“ ] oder eine leere Farbrolle [ „Ribbon Empty“ ].].
  • Speicherplatz prüfen: Vor dem Senden großer Dateien, wie z. B. umfangreicher Grafiken oder Schriftarten, ist es wichtig zu prüfen, wie viel digitaler Speicherplatz der Drucker zur Verfügung hat. Sie können den freien Speicher im DRAM oder Flash-Speicher mithilfe eines Speicherprüfbefehls überprüfen [~!A].
  • Neustart erzwingen: Falls der Drucker hängt oder sich aufhängt, können Sie ihn durch Senden eines bestimmten Reset-Codes [ !C ] zum Neustart zwingen und alle im Hintergrund laufenden Programme beenden.].
  • Physische Warnmeldungen: Der Drucker verwendet optische und akustische Indikatoren (LEDs und Summer), um Ihnen sofortiges Hardware-Feedback zu häufigen Problemen zu geben, z. B. wenn das Papier ausgeht [ "Medienausgang" ] oder das Gehäuse offen gelassen wurde [ "Kopf offen"].].
  • Verschleißerkennung: Es gibt eine spezielle Anweisung [~!@ Diese Funktion fragt den Drucker genau, wie viel Papier er im Laufe seiner gesamten Lebensdauer oder Laufleistung bedruckt hat. Dies hilft Managern, den Verschleiß des Druckkopfes zu überwachen und Reparaturen gemäß dem Wartungsplan rechtzeitig zu planen.
  • Automatische Fehlerberichterstattung: Anstatt den Drucker ständig zu fragen, ob alles in Ordnung ist, können Sie ihn so einrichten, dass er nach Abschluss jedes Druckauftrags automatisch Statusmeldungen an den Computer sendet. Diese vollautomatische Fehlerberichterstattung wird mithilfe einer speziellen Einrichtungsanweisung aktiviert.SET RESPONSE ] Befehl.

GPIO- und externe Signalsteuerung

In diesem Abschnitt erklären wir, wie der Drucker elektrische Signale zur Kommunikation nutzt. Diese Signale können andere Hardwarekomponenten in der Fertigungslinie oder an der Workstation steuern.

  • Anpassen der Ausgabesignale: Der Drucker verfügt über anpassbare Kommunikationspins, GPIO (General Purpose Input/Output). Diese Signale können mit dem Befehl [ SET GPOn ] programmiert werden. Die Pins können so konfiguriert werden, dass sie je nach Druckerstatus reagieren, z. B. bei einer Störung [ "Fault" ] oder im Leerlauf [ "Idle"].].
  • Arten von elektrischen Nachrichten: Die Ausgangssignale können in verschiedene Zustände konfiguriert werden. Dazu gehört ein konstanter "Ein"-Zustand [HIGH ], ein konstanter "Aus"-Wert [LOW ], ein kurzer Anstieg der Leistungsspitze (positiver Impuls) oder ein kurzer Abfall der LeistungNEG (negativer Impuls).
  • Abhören externer Geräte: Der Drucker kann auch eingehende elektrische Anweisungen von externen Geräten mithilfe externer Signale empfangen (GPI Diese externen Warnmeldungen können den Drucker dazu zwingen, den Betrieb vorübergehend einzustellen oder den Schneidevorgang der Klinge auszulösen.
  • Synchronisierung mit Aufrollern: Wenn Sie ein externes Gerät zum Aufrollen der fertigen Aufkleber oder Etikettenaufwickler verwenden, können Sie dieses mit dem Drucker synchronisieren. Dazu müssen Sie einen speziellen Setup-Befehl verwenden.SET RS232_REWINDER Dies basiert auf einem spezifischen „Senden frei“-Steuersignal [CTS].
  • Automatisierte Qualitätskontrolle: Ein spezialisierter Befehl [SET VERIFIER Mithilfe dieser Funktion können spezifische digitale Markierungen, sogenannte Triggerdaten, eingefügt werden. Diese werden direkt am Anfang oder Ende eines Arbeitsgangs eingefügt. Dadurch wird externen Barcode-Lesegeräten genau mitgeteilt, wann die Etiketten zur Qualitätskontrolle gescannt werden sollen.
  • Präzise elektrische Überwachung: Der Drucker kann genaue Änderungen des elektrischen Stroms überwachen und insbesondere nach einem Anstieg des Stroms suchen.RASING ] oder herunterkommen [FALLING Diese präzise Überwachung kann am 8. Draht des CTS-Signals (Pin 8) des Anschlussports vorgenommen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Drucker und die externen Fabrikmaschinen synchron arbeiten.

Abschluss

Als Geschäftsinhaber oder IT-Experte benötigen Sie umfassende Kenntnisse der spezifischen Kommunikationsprotokolle von Thermodruckern. Dies gewährleistet einen präzisen und effizienten Betrieb des Geräts. Moderne Thermodrucker sind mit WLAN-Protokollen und softwarebasierter Programmierung ausgestattet. Die Möglichkeit, Befehle über einfache Programmiersprachen zu senden, beschleunigt und stabilisiert den Druckprozess jedoch zusätzlich.

 

Wenn Sie eine industrietaugliche Drucklösung für Kassensysteme suchen, sollten Sie die Produkte von ZYWELL in Betracht ziehen. Unser Thermobondrucker, wie zum Beispiel derZY3310 Wir bieten vielseitigen Etikettendruck an, und unser ZY910bietet Hochgeschwindigkeitsdruck für Versandanwendungen. Besuchen Sie Webseite um alles zu erkunden   Optionen.

 

Häufig gestellte Fragen

F: Was ist der Unterschied zwischen TSPL und ,ZPL und ESC/POS?

Suchen Sie nach TSPL ZPL da es ausschließlich für Etiketten gedacht ist. Sie können die Abmessungen und Abstände für Aufkleber mit TSPL korrigieren .ZPL.   ESC/POS ist für Endlos-Kassenbonpapier und zeilenweisen Druck vorgesehen. Die Emulation wechselt die Betriebsmodi je nach eingelegtem Medium.

 

F: Wie kann ich überprüfen, ob mein Drucker einen Papierstau hat?

Falls Sie vermuten, dass der Drucker einen Papierstau hat, warten Sie nicht und senden Sie sofort den Escape-Befehl. Das Gerät sendet daraufhin einen einzelnen Byte-Code zurück, der Ihnen mitteilt, ob es betriebsbereit ist. Falls Sie weitere Details zu einem Papierstau benötigen, senden Sie einen weiteren Befehl für eine 8-Byte-Diagnose.

 

F: Warum sollte ich Rohbefehle anstelle von Treibern verwenden?

Die Treiber sind zu langsam. Wenn Sie die Hardware direkt steuern möchten, umgehen Sie die Hintergrundsoftware vollständig. Das direkte Senden von Rohbefehlen an den Drucker garantiert sofortige Ausführung, nahtlose Integration und absolute Präzision auf allen Betriebssystemen.

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